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Faschingspredigt

Faschingspredigt am 10.2.2002

Liebe Gemeinde!

Faschingssonntag in der Kirch?
Was ist denn das für ein Gewürch?
Zum Gottesdienst ein ernst Gesicht
Man zieht! Es lacht hier keiner nicht!
Vorfastenzeit, die haben wir!
Der Aschermittwoch steht vor der Tür.
Da heißt es ernst sein, beten, schweigen,
sich nicht einreihen in den Reigen
der Menschen, die nun überall
froh tanzen, lachen allzumal.
Fasten? Hört, was der Prophet
Jesaja uns so sagt. Es steht
Im 58. Kapitel drin.
Vom Fasten, sagt er, ist der Sinn
Ein andrer. Doch hört selber hin.

Lose Salmasonis

Kratong.

Kein Wullerich mäht heute noch eine Sandmartine.

Nur noch lose Salmasonis.

Katzen murren leise,
wo südliche Wirren verstummen.
Siebzig und mehr Vertonungen
der ewig gleichen Melodie.

Keine Stümpfe,
kein Glas, das vielleicht noch
die Solbraterei auf Semmeln holt.
Nur noch lose Salmasonis.

Wozu noch?
Was will Loberich mit uns?
Wohin geht der Meniskus
wenn sein Herr schläft?

Grüne Tomaten

grüne Tomaten

Grüne Tomaten klingen an
silbrigglänzenden Eiern.

Kleine, schwarze Astwölger fahren im schleimigen Klotz.

Kein Siebel, nichts, was den arslosen Wollkater
oder den siebzehnten Sohn derer von Lobelei
aus seinen kratzigen Würmern holen könnte.

Bach schreibt „Let it Be“,
der alte Beethoven hört zu.

Wo ist das, was diese Welt
– oder ihren Rest –
in sulligem Gemüse hält?