Citykirche Blog

Wort in den Tag: „soweit an euch liegt“

1 Tag 7 Stunden ago
Wort in den Tag: „soweit an euch liegt“
Heiko Kuschel

So, am Sonntag ist’s vorbei mit dem Wahlkampf. Falls nicht noch Stichwahlen anstehen, aber ok.

Die ganze Woche hab ich über Miteinander, Gemeinschaft, Rücksichtnahme gesprochen. Aber eines ist mir noch wichtig: Menschen mit Liebe zu begegnen heißt nicht automatisch, jede Meinung auch einfach hinzunehmen. Manchmal muss man um der guten Sache willen auch streiten. Sogar heftig. Das ist auch Demokratie.

Wer andere verächtlich macht, wer abschätzig von anderen redet, wer andere ausgrenzt: Der oder die überschreitet aus christlicher Sicht eine rote Linie.

Paulus schreibt einmal: „Soweit an euch liegt, haltet mit allen Menschen Frieden.“ Aber eben: Manchmal liegt’s nicht an mir. Manchmal ist der Streit und das klare Wort auch nötig.

Ich wünsch euch, dass ihr die richtige Balance findet zwischen gegenseitigem Respekt und harter sachlicher Auseinandersetzung. Und: Ich wünsch euch eine gute, weise und menschenfreundliche Wahl.

Heiko Kuschel

Wort in den Tag: Gemeinsam

2 Tage 8 Stunden ago
Wort in den Tag: Gemeinsam
Heiko Kuschel

Oh Mann. Bin ich froh, wenn die Wahlen rum sind. Das ist echt anstrengend und nicht nur auf Social Media wird’s manchmal sogar beleidigend.

Echt, wollen wir in so einer Gesellschaft leben, in der wir uns gegenseitig die Köpfe einschlagen?

In meinem Heimatort hab ich was anderes erlebt. Da hat die eine Partei der anderen schon mal den Bauzaun fürs Banner aufgestellt, dafür wurde ihnen dann woanders geholfen. Die Kandidierenden besuchen sich gegenseitig auf Veranstaltungen. Und wenn Plakate beschädigt sind, richten sie nicht nur die der eigenen Partei wieder her.

Gemeinsam geht’s halt besser. Was nicht heißt, dass man manchmal nicht auch hart um eine Sache streiten muss. Hat Jesus auch gemacht.

Ich wünsch euch eine gute Wahl. Und dann, im Gemeinde- oder Stadrat: Menschen, die so gemeinsam für ihren Ort da sind.

Heiko Kuschel

Wort in den Tag: Zuhören

3 Tage 7 Stunden ago
Wort in den Tag: Zuhören
Heiko Kuschel

So, Endspurt, am Sonntag sind Wahlen und dann ist erst mal wieder Ruhe.

Wie immer vor Wahlen, geht es überall ganz schön hoch her. Die Emotionen kochen über. Partei A gegen Partei B. Und beide gegen C.

Wie wär’s, wenn wir auch in dieser aufgeheizten Phase einfach mal darauf hören, was der, die andere wirklich zu sagen hat? Vielleicht hat mein Gegenüber ja sogar mal Recht?

Ich fänd’s schön, wenn wir wieder mehr ins Zuhören und ins Miteinander kommen. Denn das ist Demokratie.

Ich wünsch euch ein offenes Ohr auch für die Argumente der Gegenseite. Und für euren Ort ein Wahlergebnis, das die Gemeinschaft und das Miteinander stärkt.

Heiko Kuschel

Wort in den Tag: „Die haben auch gute Leute!“

4 Tage 7 Stunden ago
Wort in den Tag: „Die haben auch gute Leute!“
Heiko Kuschel

Am Sonntag ist Wahl. Ja, langsam wird’s Zeit, dass das rum ist. Ich hab schon Briefwahl gemacht, denn diese riesigen Stimmzettel musst du ja erst mal überblicken.

Natürlich kannst du einfach ein Kreuzchen bei einer Partei machen. Aber ich finde es gerade schön, dass ich querbeet durch alle Parteien einzelne Leute unterstützen kann, die ich gut finde. Und bei uns im Ort hab ich jetzt schon mehrmals gehört: „Ich bin ja eigentlich Partei A, aber die anderen da haben echt gute Leute auf ihrer Liste, denen geb ich auch ein paar Stimmen.“

Es ist kompliziert. Demokratie ist meistens kompliziert. Aber ich finde, es lohnt sich. Denn Demokratie heißt auch: Über den Tellerrand schauen. Menschen sehen, nicht nur Parteien.

Ich wünsch euch einen guten Blick für die Menschen, die eurem Ort gut tun können. Quer durch die Listen.

Heiko Kuschel

Wort in den Tag: Unser starkes Kreuz

5 Tage 7 Stunden ago
Wort in den Tag: Unser starkes Kreuz
Heiko Kuschel

Na, Kreuzchen schon gemacht? Oder geht ihr klassisch am kommenden Sonntag ins Wahllokal? Ja, bald sind Kommunalwahlen, man kann’s ja kaum übersehen. Viele engagierte Menschen wollen die Zukunft der eigenen Kommune mitgestalten, die meisten ehrenamtlich. Hut ab!

Die evangelische Kirche hat eine Aktion gestartet: „Unser starkes Kreuz“. Denn: Christsein bedeutet auch, dass wir nicht nur abgehoben vor uns hin beten, sondern Teil der Welt sind. Dass wir auch mal streiten um den richtigen Weg, Jesus hat das übrigens auch gemacht.

Wir unterstützen alle, die sich für Demokratie einsetzen. Für Verständigung. Für Mitmenschlichkeit. Und wir rufen dazu auf, Personen zu wählen, die dafür stehen. Und die gibt es in fast allen Parteien.

Ich wünsch euch eine gute Wahl. Macht ein starkes Kreuz am Sonntag. Für Demokratie, Verständigung und Miteinander.

Heiko Kuschel

Texte der Klänge in der Nacht am 27.2.2026

1 Woche 1 Tag ago
Texte der Klänge in der Nacht am 27.2.2026 Heiko Kuschel

Mose

Mose an der Kanzel

Ich bin Mose. Vor 332 Jahren stellte man mich unter diese Kanzel. Als ein Zeichen für die Menschen: Die Predigten hier, sie stehen auf dem Grund der Zehn Gebote. Die Predigten, die hier gehalten werden, sie fußen auf dem Alten Testament. Ihr habt gemeinsame Wurzeln mit dem Judentum. Manchmal, in eurer Geschichte, da wäre es gut gewesen, ihr hättet auf dieses Zeichen geachtet. Und auch heute wieder solltet ihr dieses Zeichen niemals vergessen.

Heiko Kuschel

Wort in der Mitte bei der Vesperkirche: Christsein-Üben in der Vesperkirche

1 Monat 1 Woche ago
Wort in der Mitte bei der Vesperkirche: Christsein-Üben in der Vesperkirche
Heiko Kuschel

Wort in der Mitte bei der Vesperkirche Schweinfurt am 27.1.2026

Liebe Vesperkirchengäste, liebe Gastgeberinnen und Gastgeber!

Wer von Ihnen hat’s gestern in die Vesperkirche geschafft?

Und wer ist sicherheitshalber zu Hause geblieben?

Ich hoffe, Sie sind alle gut durch den Schneetag gekommen.

Ich musste gestern tatsächlich ein kurzes Stück mit dem Auto fahren. Gekommen bin ich ungefähr zwei Meter. Dann stand das Auto quer über der Straße, hing in den Spurrillen fest und es ging nicht mehr vor und nicht zurück.

Heiko Kuschel

Predigt: Trotzig, mutig, voll Vertrauen singe ich im Dornenwald

2 Monate 2 Wochen ago
Predigt: Trotzig, mutig, voll Vertrauen singe ich im Dornenwald
Heiko Kuschel

Tochter Zion, freue dich!

So haben wir gerade gesungen.

Elisabeths Kind hüpft in ihrem Bauch voll Freude.

So haben wir im Evangelium gehört.

Und dann dieses berühmte Lied Marias. Ihr großer Lobgesang.

„Meine Seele erhebt den Herrn und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes!“

Freude über Freude. Gott scheint so nah zu sein!

Alles ist schön! Alles ist gut! Licht, Freude, Leben.

 

Doch ich, ich seufze.

Mein Gebet klingt anders.

Gott. Mein Gott!
Wie gern würde ich das:
Dich erheben.
Auf, meine Seele, erhebe Gott!
Mein Geist freue sich!
Nun freu dich schon!
Nicht mehr viel da, was ich erheben könnte.

Alles zugeschüttet von den Nachrichten dieser Welt.

Von den Sorgen.

Den Ängsten.

Von all dem Schrecklichen, das uns umgibt.

Ein dunkler Dornwald der Ängste, des Hasses, des Todes.


Maria, kennst du das nicht auch?

Heiko Kuschel

Predigt beim Motorradgottesdienst: Abgefahren!

4 Monate 1 Woche ago
Predigt beim Motorradgottesdienst: Abgefahren!
Heiko Kuschel

Lieber Michael, da hast du dir ja ein ganz schön abgefahrenes Thema ausgedacht, Hut ab, ich mag so Wortspiele total gerne! 

Danke, das freut mich!

„Abgefahren – das kann man ja auf viele Arten sagen. Wenn’s um Motorräder geht, heißt es meistens: Die Saison ist rum. Aber wenn’s um den Glauben geht, heißt es vielleicht: Da ist was passiert, was mich bewegt hat. Gut oder schlecht, jedenfalls: Abgefahren.
Wir sind vermutlich alle viele Straßen abgefahren in diesem Sommer und haben abgefahrene Dinge erlebt. Ihr habt euch gerade gegenseitig davon erzählt. Wahrscheinlich war da viel Schönes dabei, aber auch manche weniger schöne Situation. Aber jetzt will ich erst mal auf das Schöne schauen. Hast du denn was besonders Schönes erlebt in diesem Jahr?

Heiko Kuschel

Predigt beim Schulanfangsgottesdienst der Landwirtschaftsschule: Verwurzelt und verzweigt

4 Monate 2 Wochen ago
Predigt beim Schulanfangsgottesdienst der Landwirtschaftsschule: Verwurzelt und verzweigt
Heiko Kuschel

Liebe Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftsschule, liebe Lehrkräfte,

dieser erste Schultag in diesem Schuljahr ist einer der schwersten, den die Schule seit langem hatte. Denn einer von Ihnen ist auf einmal nicht mehr da. Er wird fehlen, in der Klasse, im Freundeskreis. Es ist in Ordnung, traurig zu sein in diesen Tagen. Es ist aber auch in Ordnung, zu lachen, fröhlich nach vorn zu blicken, denn beides gehört zum Leben.

Als ob das Leben als Landwirt nicht schon schwierig genug wäre. All die Unsicherheiten, die Verantwortung, die Vorschriften und Regelungen, die Auswirkungen des Klimawandels und und und.

Hier, in dieser Schule, da gehen Sie diese Probleme an. Sie lernen, wie man die Probleme anpackt. Sie entwickeln neue Perspektiven, vielleicht auch ganz neue Ideen für den eigenen Betrieb.

Es ist gut, eine feste Grundlage zu haben für diese schwierige Aufgabe.

Heiko Kuschel

Ansprache beim MehrWegGottesdienst: Gott sei Dank!

4 Monate 2 Wochen ago
Ansprache beim MehrWegGottesdienst: Gott sei Dank!
Heiko Kuschel

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

Ja, mit diesem Satz beende ich oft meine Predigten.

Ehrlich gesagt: Da hab ich nie groß drüber nachgedacht.

Ich hab das schon als Jugendlicher gehört, 
von den Pfarrern, die mich geprägt haben.

Und es ist schön. 
Da ist Friede drin. 
Und Bewahrung in Jesus Christus.

Und heute, bei diesem Thema, da passt dieser Satz aus dem kurzen Philipperbrief ganz wunderbar. Vor allem, wenn wir ein bisschen vorher anfangen zu lesen. Es ist der Abschluss des Buches, ein Segenswunsch. Und er geht so:

Heiko Kuschel

Predigt zum Erntedankfest: Brot brechen, Welt verändern

5 Monate ago
Predigt zum Erntedankfest: Brot brechen, Welt verändern
Heiko Kuschel

Liebe Gemeinde, liebe Trachtler,

Es sind unruhige, unsichere Zeiten, in denen wir leben. Vor lauter Krisen weiß man gar nicht mehr, wo man hinschauen soll – oder vielleicht: Wo man wegschauen soll. So viel haben wir überstanden in den letzten Jahren, Corona, Wirtschaftskrise, Inflation. Aber so richtige Aufbruchsstimmung kommt nicht auf, so sehr die Politik auch versucht, sie zu beschwören.

Fast so wie im dritten Teil des Jesaja-Buches, aus dem unser heutiger Predigttext stammt: Der „Tritojesaja“ entstand wahrscheinlich nach dem Ende des babylonischen Exils. Das Volk Israel war wieder zu Hause, aber die große Hoffnung auf eine erneuerte Gesellschaft, einen neuen Anfang in einer neuen Zeit, die erfüllte sich nicht einfach so. Stattdessen herrschten soziale Spannungen, Armut und Ungerechtigkeit.

Für Jesaja – oder wer immer diesen dritten Teil geschrieben hat – waren diese sozialen Fragen ganz grundlegend auch für den Glauben. Kurz vor unserem Text wendet er sich gegen das „falsche Fasten“, das nur auf Selbstdarstellung zielt. Richtiges Fasten? Das ist: Für Gerechtigkeit sorgen. Den Armen beistehen. Für die Entrechteten da sein. Hungrige speisen, Arme aufnehmen, die Nackten kleiden. „Brich mit den Hungrigen dein Brot!“

Heiko Kuschel

Wort in den Tag: Fahrrad

5 Monate 2 Wochen ago
Wort in den Tag: Fahrrad
Heiko Kuschel

Seit ich ein E-Bike habe, radle ich fast bei jedem Wetter die 8 Kilometer zum Büro. Ich hab eine richtig schöne Strecke. Nur eine Stelle stresst mich jeden Tag:

Maxbrücke, stadtauswärts, erst auf dem Radweg neben der Straße und dann ganz schnell nach links abbiegen Richtung Wehranlagen. Manchmal klappt’s, mich in den Verkehr einzufädeln. Manchmal muss ich warten. Stress ist es immer.

Heiko Kuschel

Wort in den Tag: Spielen

5 Monate 2 Wochen ago
Wort in den Tag: Spielen
Heiko Kuschel

Gestern hatte ich schon von der Europäischen Mobilitätswoche erzählt. Auch heute sind wieder Aktionen und Vorträge. Heute lädt unter anderem der Schweinfurter Spieletreff ein zu Brettspielen, bei denen es um Umwelt, Verkehrsplanung und Infrastruktur geht. Um 19 Uhr bei der evangelischen Jugend, Ludwigstraße 10, unter der Gustav-Adolf-Kirche.

Heiko Kuschel

Wort in den Tag: Mobilität

5 Monate 2 Wochen ago
Wort in den Tag: Mobilität
Heiko Kuschel

Es gibt so ein paar Reizwörter, die jede Unterhaltung zum Platzen bringen können. Ich trau mich mal und sage eines davon. Achtung:

Auto.

Boah ey. E-Auto, Autobahnbau, Radfahrer auf der Straße, Verkehrsberuhigung – ok, regen Sie sich wieder ab, bitte. Gibt schon genug Aggression auf den Straßen.

Heiko Kuschel

Wort in den Tag: Schulanfang

5 Monate 3 Wochen ago
Wort in den Tag: Schulanfang
admin

Heute geht die Schule wieder los. Ein Tag, dem viele mit gemischten Gefühlen begegnen.

Klar, die Erstklässler, die freuen sich. Alles ist aufregend, es gibt eine Schultüte, Fotos, eine ganz neue Umgebung.

Manche Kinder, schon etwas älter, sind da eher skeptisch. Wie wird das werden in diesem Schuljahr? Vielleicht haben sie die Schule gewechselt, auch da ist alles noch neu.

Und, ganz ehrlich: Auch für Lehrerinnen und Lehrer und natürlich die Eltern ist das ein Tag, an dem sich vieles verändert.

admin

Wort in den Tag: Frieden

5 Monate 3 Wochen ago
Wort in den Tag: Frieden
Heiko Kuschel

In Sennfeld und Gochsheim kommen viele heute nur schwer aus dem Bett. Nun ja, gestern war Nachkirchweihsonntag. Da wurde noch ein letztes Mal getanzt und gefeiert, was das Zeug hält.

376 Jahre gibt es das nun schon. Kirchweih und Friedensfest. Damals war der 30jährige Krieg gerade zu Ende gegangen. Schweinfurt, Sennfeld und Gochsheim hatten ihre Reichsfreiheit zurückerhalten. Ein großes, erleichtertes Durchschnaufen nach einer schrecklichen Zeit.

Heiko Kuschel

Predigt an Nachkirchweih: „Wer tut, was Gott will, der gehört zu meiner Familie“

5 Monate 3 Wochen ago
Predigt an Nachkirchweih: „Wer tut, was Gott will, der gehört zu meiner Familie“
Heiko Kuschel

Liebe Planpaare, liebe Gemeinde,

was für eine Geschichte!

„Jesus, deine Familie ist da!“

„Ach was, die hier um mich rum, das ist meine Familie!“

Ziemlich krass, finde ich.

Und gleichzeitig erleben wir bei unserer Kirchweih ja genau das Gegenteil:

Was wärt ihr, die Planpaare, in diesen Wochen ohne eure Familien?

Viele packen mit an, springen ein, wenn jemand ausfällt,
halten euch den Rücken frei.
Und wo es in einer Familie schwierig ist, da sind andere da,
Freunde, Nachbarn, viele weitere.


 

Und damit sind wir dann schon mitten im Evangelium.
Denn genau darum geht es Jesus.
Er weitet den Blick: Familie – das sind nicht nur die Blutsverwandten.
Familie – das sind alle, die Gottes Willen tun, sagt Jesus.

Heiko Kuschel

Predigt am Kirchweihsonntag: Er sprang vor Freude und lobte Gott

6 Monate ago
Predigt am Kirchweihsonntag: Er sprang vor Freude und lobte Gott
Heiko Kuschel

Dialogpredigt zum ökumenischen Gottesdienst am Kirchweihsonntag

Gochsheim, 7.9.2025
Past.-Ref. Rainer Weigand und Pfr. Heiko Kuschel

Lieber Rainer, das ist doch eine wunderschöne Geschichte, grade heute an unserer Kirchweih, finde ich! „Er sprang vor Freude und lobte Gott.“ 

Spontan würde ich sagen: Na klar, passt die Freude des Gelähmten zu Gochsheim. Grad an Kirchweih - Heute wird gefeiert und das nicht zu knapp. Die Freude, die der Gelähmte in den Füßen spürt, sodass alle „ihn sahen, wie er umhergeht“, sie drückt sich nicht nur im Plantanz aus; sondern auch in den Lobliedern auf Gott, die wir jetzt im Gottesdienst singen.

Der Gelähmte, der sein Leben lang ausgeschlossen war – plötzlich ist er mittendrin im Fest des Lebens. So wie heute alle mittendrin sind bei der Kirchweih. Ja, heute haben wir allen Grund, Gott zu loben und dankbar zu sein! Grade im Evangelium haben wir auch noch von der Heilung eines Taubstummen gehört. Und wenn wir heute noch die Epistel-Lesung für den 12. Sonntag nach Trinitatis gehört hätten, dann hätten wir da gehört, wie der Christenverfolger Saulus zum großen Missionar Paulus bekehrt wurde. Ihr habt ja andere Lesungen an diesem Sonntag, aber bei uns steht heute als Überschrift über allem: „Die große Verwandlung“. Gott verwandelt uns. Gott will die ganze Welt verwandeln. Und aus so einer Welt-Verwandlung ist ja damals auch das Friedensfest entstanden. Auch Gochsheim hat sich verwandelt damals – von einem Ort des Krieges in einen Ort des Friedens. Das ist ja nicht nur einfach „wir haben Spaß, trinken Wein und tanzen miteinander“, sondern das hat einen sehr ernsten Hintergrund.

Heiko Kuschel

Strandandacht in Ouddorp: Haltepunkt Leben - Leuchtturm sein

6 Monate 3 Wochen ago
Strandandacht in Ouddorp: Haltepunkt Leben - Leuchtturm sein Heiko Kuschel

Strandandacht in Ouddorp/NL am Leuchtturm, 9.8.2025 19:30

Haltepunkt Leben

Haltepunkt Leben. So ist diese Grafik überschrieben.

Was ist es, das deinem Leben Halt gibt?

Was ist es, das dein Leben zusammenhält?

Ich lade dich ein, heute darüber nachzudenken.

Weiterzudenken: Welche neuen Haltepunkte möchte ich entdecken?

Kann ich vielleicht auch für andere ein Haltepunkt sein?

Gemeinsam gehen wir ein Stück am Strand entlang.

Wenn du magst, dann gehe im Schweigen.

Oder suche dir jemanden zum Reden.

So, wie es für dich gerade richtig und gut ist.

Gott sei mit uns auf unserem Weg.

Heiko Kuschel
Überprüft
45 Minuten 57 Sekunden ago
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