Wort in den Tag: Vesperkirche: für andere
22.01.15 Wort in den Tag - .mp3
Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!
Auch heute wieder öffnet die Vesperkirche in St. Johannis Schweinfurt mittags für alle, die gerne zum Essen kommen wollen. Für alle, die gern mal mit anderen zusammenkommen wollen. Für alle, egal, ob sie viel oder wenig bezahlen können.
Viele, viele Menschen haben dazu beigetragen, dass diese Vesperkirche überhaupt stattfinden kann. Haben geplant, organisiert, aufgebaut. Helfen jetzt beim Essen kochen, Abspülen, beim Service. Oder haben einfach nur Geld gespendet für diese große Aktion.
Das ist Kirche, wie ich sie mir erträume und wie sie manchmal auch Wirklichkeit wird: Viele packen mit an. Bringen ihre ganz eigenen Begabungen und Fähigkeiten mit ein. Sind einfach da, für andere. Manchmal bis zur Erschöpfung, Hauptsache, den Gästen geht es gut.
Ich möchte heute mal danke sagen allen, die in unserer Kirche mitarbeiten, nicht nur in der Vesperkirche, überall in den Gemeinden. Jesus sagt: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie heute jemandem begegnen, der einfach und selbstlos für Sie da ist.
Ihr Pfarrer Heiko Kuschel von der evangelischen Citykirche Schweinfurt.
Für immer und ewig. Was haben wir uns da wieder für ein Thema rausgesucht, so haben wir ziemlich bald gestöhnt. Uferlos geradezu. Und doch irgendwie auch ein bisschen weit weg von uns. Ja, kann man sich schon vorstellen, was Ewigkeit ist. Oder besser gesagt, ich weiß, dass ich es mir nicht vorstellen kann. Aber was hat das mit mir zu tun? Will ich eigentlich ewig leben?
Die „Fleischtöpfe Ägyptens“ sind ja geradezu sprichwörtlich geworden. So sind wir Menschen: Nie zufrieden mit dem, was wir haben. Als die Israeliten in Ägypten als Sklaven lebten, wünschten sie sich nichts sehnlicher als die Freiheit. Und jetzt, da sie die Freiheit haben? Wollen sie zurück in die Gefangenschaft. Da hatte man es wenigstens bequem und bekam immer genug zu essen. Na ja, wird wohl auch ein bisschen Verklärung der guten alten Zeit dabei gewesen sein. So schön, wie sie das in Erinnerung hatten, war es bestimmt nicht.